bezahlbarer und angemessener Wohnraum für alle

Erstellt von Nadine am 03.06.2020 um 08:14 Uhr

Durch die Möglichkeit, bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zu erhalten, auch für ALg 2 Empfänger und sonstige, auf Sozialleistungen angewiesene Menschen, werden auch ihre Bildungschancen erhöht. Lernen und Leben in zu kleinen Wohnungen, in denen sich ganze Familien, ein bis zwei Räume teilen müssen, verringert die Chancen aller Familienmitglieder. Nimmt man als Beispiel jene Menschen, die aus ihrem Land flüchten mussten, und hier vorerst, so lange der Spracherwerb andauert, auf Unterstützung angewiesen sind, um anschließend dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen, so haben diese Menschen fast keine Möglichkeit den ihnen zur Verfügung gestellten Container oder die Obdachlosenwohnung zu verlassen, da es keinen von Sozialleistungen bezahlbaren Wohnraum gibt. Sie müssen den Balanceakt, die Hausaufgaben ihrer Kinder zu unterstützen, selber ihren Deutschkurs vor und nachzubereiten, sowie ein möglichst harmonisches Familienleben, oft über Jahre hinweg in einer Ein- bis Zweiraumwohnung zu fünft, bewältigen.

Wenn es Enzkreisbewohner gibt, die Wohnraum zur Verfügung haben, deren Haus zu gross für sie allein ist, die Unterstützung wollen, die Vermieten möchten, wäre dies die Möglichkeit zusammenzukommen.

Natürlich muss etwas hinsichtlich der Wohnungsmarktpreise getan werden. Der Aufwärtstrend der Miethöhen ist für alle Bürger unzumutbar. Einkommen und Wohnraum muss in einem Verhältnis stehen können. Wohnen sollte kein Luxusartikel sein.
Die Politik müsste hier nachsteuern und Wohnraum schaffen.